Theatersammlungen in Deutschland







Die unterschiedlichen Formen des Theaters in seinen Ausprägungen als Sprechtheater, Oper, Tanz/Ballett, als Kabarett, Pantomime, Puppen- und Figurentheater, als Theater für Kinder, Jugendtheater, Laientheater, Volks- und volkstümliches Theater, Bauerntheater, Spektakel, Knasttheater, Freilichttheater, Sommertheater – um nur die gängigsten Spielarten zu nennen – haben eines gemeinsam: Theater ist immer live und findet immer vor Publikum statt. Es ist die vergänglichste aller Kunstformen, aber die Darsteller*innen „sind der Spiegel und die abgekürzte Chronik des Zeitalters“ (Shakespeare: Hamlet II 1). Keine andere Kunst ist so wie das Theater der Gegenwart anheimgegeben und gleichzeitig so ein getreues Abbild dieser jeweiligen Gegenwart, sei es des 18., des 19., des 20. oder des 21. Jahrhunderts. Und kein anderes Kunstwerk nimmt die anderen Künste so uneingeschränkt in seine Dienste wie das Theater!

Der Bundesverband der Theatersammelnden Institutionen in Deutschland (TheSiD) versteht sich als Interessenvertretung der deutschen Theaterarchive, -bibliotheken und -museen. Er ist der deutsche Zweig der Internationalen Gesellschaft der Bibliotheken und Museen für Darstellende Künste (Société Internationale des bibliothèques et des musées des arts du spectacle = SIBMAS). Die TheSiD hat momentan 23 institutionelle und vier persönliche Mitglieder.

All dies, was zum Kernbereich des materiellen kulturellen Erbes gehört und das nachdrücklich auf das immaterielle Kulturerbe des Theaters verweist, ist aber auch immer wieder durch jene bedroht, die dieses ihnen anvertraute Erbe nicht verstehen und nicht schätzen. Die TheSiD will in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein und auch die Wertschätzung schaffen für diese oft einmaligen kulturellen Schätze, die man bewahren, aber auch erklären muss, denn das Materielle verweist auf den eigentlichen Gehalt des Immateriellen. Eine spannende Sache!


Unsere gemeinsame Aufgabe





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